Gewaltpraevention an Schulen
Lehrerfortbildung
Sozialer_Trainingskurs
Ziele
Aufbau
Ablauf

Die Lebenswelt der Jugendlichen setzt sich aus ihrer eigenen Biografie, ihrem gesellschaftlichen Lebensumfeld und ihren normativen Ansprüchen zusammen. Die Aufgabe der Trainer in einem STK ist es, in diesem Kontext kritisch Bezug auf den Alltag der Jugendlichen zu nehmen, Scheitern zu verhindern, (Selbst-)Täuschungen aufzudecken, dabei immer unter der Maxime, dass die Jugendlichen prinzipiell kompetent sind, ihr eigenes Leben zu gestalten.

Die intensive Auseinandersetzung mit den anderen Jugendlichen hilft ihnen insbesondere, Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zu realisieren, dissoziale Verhaltensweisen aufzudecken sowie „Fassadenhaftigkeit“ und deren Schutzfunktion zu überwinden. Für den Einzelnen wird erkennbar, dass er nicht alleine mit seinen Problemen steht, und er sieht gleichzeitig, wie andere mit ihren Problemen umgehen.

Unser Ziel in diesen Kursen ist der Austausch und die Beratung der Jugendlichen untereinander (Peer-group). Die Straftaten sind nicht gesondert, sondern in ihrem ganzheitlichen Umfeld zu betrachten. Daher werden auch die Bezugspersonen in unserem Konzept mit einbezogen. Erst durch eine Reflektion durch Gleichaltrige bzw. Freunde und nicht nur durch Pädagogen sind die meisten Jugendlichen bereit ihre Straftaten noch einmal zu reflektieren und gemeinsam nach alternativen Handlungsstrategien zu suchen. Hierfür bieten wir in unseren Sozialen Trainingskursen den Jugendlichen den geeigneten Rahmen. Die Stärken der Jugendlichen werden während des Sozialen Trainingskurses von den Trainern herausgearbeitet und gefördert. Auch die Entwicklung der Jugendlichen und ihre aktuelle Situation in der eigenen Familie spielen eine Rolle und werden als Sozialanamnese bzw. Biografiearbeit im STK bearbeitet.